Bericht vom SIC Sursee 3. Mai 2008
Ruth Ziethe

Das Wetter ist prima, meine Laune auch. Wir brechen früh auf und sind die ersten am Velounterstand. Abgesehen von dem Roller und (zunächst nur) 2 Autos ist alles noch leer (manchen Leuten muss man auch echt noch den Unterschied zwischen Velo und Auto erklären). Auf dem Weg zur Startnummernausgabe treffe ich weitere Emmenskaters. Nach und nach trudeln immer mehr davon am Velounterstand ein. Wir fachsimpeln ein wenig ueber Rollen, Skates, Lager, die grosse Tasche am neuen Dress und wann denn nun eigentlich der Start ist. Heinz versucht mir einzureden mein Start sei grad gewesen, Fipu zeigt seine Rollen vom gleichen Fabrikat wie meine vor und die sehen schlimm aus. Nur für den Fall, dass sich die richtige Nervosität nicht aufgebaut hätte. Ich rede mir ein, dass die Räder sich auf 21km schon nicht bis zur Felge abfahren werden und wenn doch, sind sie dann wenigstens schnell. Thomas ist 'schraubenfrei' und meldet sich im SIC-Rennzirkus zurück. Ich brauche gefühlte 3 Stunden um mich umzuziehen, schaffe es dann aber doch noch, den Start der Speed Teams anzuschauen. Es bleibt nicht viel Zeit zum einfahren und pinkeln, die meiste Zeit verbringen wir mit dem Warten auf den Start. Die Speed Teams absolvieren die die erste Runde, Flöru rast mit Schallgeschwindigkeit an uns vorbei, nicht lang danach Dänu, gefolgt von Andreas und Dani. Obwohl ich Gabi, Nicole und Fränzi schon ewig nicht gesehen habe, tauchen alle rechtzeitig bei Sonja und mir auf. Wir stehen in der zweiten Reihe am Start und geniessen (??) den freien Blick auf die Strecke. Kevin hat sich taktisch hinter mir platziert, was den Fotografen Karsten dann am perfekten Schuss auf ihn hindert (irgendwie bin ich da ins Bild geraten). Der Start läuft erstaunlich gut, denke ich noch, als etwa fünf Millionen Leute versuchen ihre Rollen zwischen meine Füsse zu stecken. Lieber Himmel ist das ein Durcheinander. Ich gebe dem Typ vor mir noch Tips, weil der ständig seine Rollen an die Skates des Vordermanns hält und sich auch noch wundert, dass er dauernd stolpert. Sonja sagt noch, ihr wär das jetzt zu voll, aber ich versuche sie schnell zu überzeugen, dass es gleich besser wird. Wird aber nicht besser. Wo Nicole, Gabi und Fränzi sind, weiss ich schon lang nicht mehr. Als es vor Sempach durch die Unterführung geht, fangen einige auch noch an zu bremsen und mein Puls geht schon vor lauter Ärger hoch. Irgendwie bildet sich eine Lücke und ich versuche sie zu schliessen, bemerke aber zu spät, dass Fränzi die ganze Zeit schon vorn fährt (hab ich nicht gesehen, keine Emmenskaters-Hose). So ganz gelingt es nicht, die Lücke zuzufahren, aber Gabi kommt zu Hilfe. Als wir dann noch Kevin einholen, verstehe ich das ganze nicht mehr, aber es sieht aus, als wäre er gestürzt. Das hat allerdings den Vorteil, dass er mit Führungsarbeit übernimmt. Kurz vor Sursee versuche ich Gabi von hinten noch Instruktionen für einen möglichen Zielsprint zu geben. Aber es geht schon wieder drunter und drüber und ich komme nicht vorbei. Fazit: wir sind zwar nicht besser platziert als beim letzten Mal, aber näher dran an der Konkurrenz. Aus zwei Wettkämpfen jetzt eine Statistik zu stricken ist sicher verfrüht, aber die Tendenz sieht ja nicht schlecht aus.

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Ruth Ziethe

last update: 09.05.2008