Bericht vom SIC Weinfelden 9. Juni 2007
Ruth Ziethe

SIC Weinfelden - Gewitterrennen

Wir treffen uns am Samstag um halb eins am Füürio. Das Wetter sieht noch gut aus, alle sind auch gut vorbereitet und die Laune ist gut, die normale Wettkampfnervosität mit eingerechnet. Wir verteilen uns auf zwei Autos und fahren los. Argwöhninsch beobachte ich die Wolken am Horizont. Obwohl ich ja kein Meteorologe bin, ist eines klar: es gewittert heute. Ich versuche zu überlegen, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass wir tatsaechlich gerade NICHT vom Regen erwischt werden, kann mich selbst aber nur mühsam überzeugen, dass es schon trocken bleiben wird. In Weinfelden angekommen basteln wir das Auto vom Heinz in einer recht knapp bemessene Parklücke und suchen den Start. Die Diskussion, welche Rollen man im Fall fahren sollte, ist bereits in vollem Gang. Wir versuchen erst einmal einen Platz für das ganze Equipment zu finden. Die Wolken werden immer dunkler. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass die Speedfahrer wieder im trockenen werden fahren koennen und hoffe fuer die Kids, dass sie nicht schwimmen müssen. Also schraube ich die schnellen gelben Matter-Wheels ab und montiere das abgefahrene und angerostete Regenmaterial. Die ersten Regentropfen fallen und ich suche einen sicherem Platz am Inline-Drom. Am Bildschirm verfolge ich das Kids-Rennen (sie müssen doch schwimmen). Der Regen ist mittlerweile so stark, dass ich überlege schnell ein Boot zu bauen und von jeder Spezies zwei Stück an Board zu nehmen. Aber es nützt nichts, ich muss mich langsam aufwärmen. Der Regen wird zwar weniger, aber hoert leider nicht ganz auf. Selbst am Start der Fitness-Klasse ist es am Horizont zwar wieder heller, noch regnet es allerdings. Sonja, Gabi, Nicole und ich wuenschen uns alles Gute, wir einigen uns auf ein sicheres und sturzfreies Rennen. Meine Startposition ist sehr gut, aber trotzdem vergeige ich den Start, der nasse Kanaldeckel ist zu rutschig und ich habe Angst. Nicole rennt vorbei und findet Anschluss an die Spitzengruppe. Ich versuche hinterherzurennen, doch die Angst vorm wegrutschen laesst den Abstand einfach nicht kleiner werden. Als ich kurz vorm verzweifeln bin, kommen Gabi und Sonja und schliessen sich an. Bloss gut, mein Team ist da. Die Strasse trocknet langsam ab, dadurch wirds fahren zwar teilweise leichter, aber die Farbahnmarkierungen und einzelne Pfuetzen halten unangenehme Ueberraschungen bereit. Etwa 3km vor dem Ziel schicken Sonja und ich Gabi nach vorn, wir haben den Eindruck, sie langweilt sich. Sofort steigen einige Maedels hinterher, Sonja, ich und ein weitere Skaterin bleiben im Kuddelmuddel mit Fitness Maennern zurueck. Als wir das Ziel sehen und die letzte Steigung zu nehmen ist, hoere ich Sonja rufen, ich solle Gas geben. Wie erwartet versucht die andere Skaterin sich zu platzieren, aber nicht mit uns. Ich renne wie verrückt, sie kommt nicht vorbei. Ich hoffe schon, sie hat sich uebernommen und Sonja kommt direkt nach mir. Im Ziel angekommen bin ich zwar nicht über die Zeit glücklich, dafür bin ich sicher, die Saison ist in diesem Team schon jetzt ein Erfolg.
Übrigens: es ist wieder sonnig, die Strassen nunmehr trocken. Die Speed-Fahrer haben wunderschönes Wetter. Entsprechend gut schneidet unser Speed-Team ab, die Breitensportler schlagen sich ebenfalls hervorragend.

Fitness Women Team

Ruth Ziethe

last update:12.06.2007